Einordnung statt Produktliste
Der richtige Ausgangspunkt ist die Nutzung: Wer soll fahren, zwischen welchen Ebenen, mit wie viel Platz?
Ein Homelift befördert Menschen innerhalb eines Gebäudes. Im allgemeinen Sprachgebrauch fallen unterschiedliche technische Lösungen unter diesen Begriff. Die Bezeichnungen der Hersteller sind nicht immer deckungsgleich. Vergleichen Sie daher Funktionen und bauliche Anforderungen, nicht nur Namen.
Drei häufige Bauformen
Plattformlift
Eine offene oder teilweise umschlossene Plattform kann bei bestimmten Grundrissen eine kompakte Lösung sein. Zugang, Bedienung und Schutzvorrichtungen unterscheiden sich je nach Ausführung. Ob die Anlage für einen Rollstuhl und eine Begleitperson geeignet ist, muss anhand konkreter Innenmasse und Türen geprüft werden.
Kabinenlift
Eine geschlossene Kabine schafft einen klar abgegrenzten Fahrraum. Sie kann in einem bauseitigen oder vorgefertigten Schacht geführt werden. Daraus ergeben sich Fragen nach Schachtmass, Deckenöffnung, Kopfhöhe, Grube beziehungsweise flacher Aufstelllösung und den Zugängen pro Etage.
Senkrechtlift mit eigenem Schachtgerüst
Ein selbsttragendes Schachtgerüst kann innen oder, nach entsprechender Abklärung, aussen am Gebäude vorgesehen sein. Es ersetzt nicht automatisch alle baulichen Arbeiten: Fundamente, Durchbrüche, Fassadenanschlüsse und Bewilligungen können weiterhin nötig sein.
Ob eine konkrete Anlage zulässig und für die geplante Nutzung geeignet ist, lässt sich nur am Produkt, am Einbauort und nach den dort geltenden Vorgaben beurteilen.
Antrieb und Fahrgefühl
Je nach Modell kommen beispielsweise Spindel-, Seil-, Hydraulik- oder andere elektrische Antriebe zum Einsatz. Fragen Sie nicht bloss nach der Technikbezeichnung: Lassen Sie sich Strombedarf, Geschwindigkeit, Geräuschentwicklung, Platz für Technik und Verhalten bei Stromausfall erklären. Die Angaben müssen zum konkreten Modell passen.
Zugang auf jeder Ebene
- Stimmen lichte Türbreite und Bewegungsfläche vor der Tür?
- Ist der Einstieg frontal oder über Eck vorgesehen?
- Wie werden Schwellen, Türanschläge und Bedienelemente gelöst?
- Wer erklärt Notruf, Notbefreiung und Verhalten bei Störungen?
Eine Massskizze auf jeder Etage ist aussagekräftiger als ein einzelnes Prospektmass. Die Planungs-Checkliste zeigt, welche Informationen Sie für ein Erstgespräch sammeln können.